CDU-Landesgruppe Baden Württemberg im Deutschen Bundestag

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Startseite Pressemitteilungen Andreas Jung und Steffen Bilger: Grünes Licht für die Gäubahn!

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Andreas Jung

 

Grünes Licht für die Gäubahn!

Durchbruch für höchste Priorität

Grünes Licht für die Gäubahn: Der Ausbau der Verbindung zwi-schen Stuttgart und Singen bekommt höchste Priorität. Das steht nach einer Sondersitzung des Verkehrsausschusses des Bundes-tags fest. In der Sitzung berichtete das Bundesverkehrsministeri-um, dass die Bewertung der Gäubahn nun abgeschlossen sei und zu einem positiven Ergebnis geführt habe. Diese Bewertung konnte nach Vorlage eines Gutachtens des Landes Baden-Württemberg vorgenommen werden, das erst im September nach Vorstellung des Entwurfs des Bundesverkehrswegeplans vorgelegt worden war.

Die Koalitionsfraktionen von CDU/CSU und SPD hatten schon zuvor deutlich gemacht, dass sie für eine Priorisierung eintreten. Damit wird die Gäubahn nun in den "Vordringlichen Bedarf" des Bundesverkehrswegeplans aufgenommen. Das ist die "erste Klasse" der Vorhabenliste, erklären Andreas Jung, Vorsitzender der CDU-Landesgruppe im Bundestag und deren verkehrspoli-tischer Sprecher Steffen Bilger: "Ein wichtiger Durchbruch, wir brauchen dringend mehr Tempo auf der Schiene zwischen Stutt-gart und Singen." Die baden-württembergischen Bundestagsab-geordneten hatten sich für diese "Beförderung" der Gäubahn ve-hement eingesetzt. Im Entwurf des Plans war die Trasse bislang lediglich im "Potentiellen Bedarf" - bei dem unsicher ist, ob ein Projekt tatsächlich umgesetzt werden kann. Nach Abschluss der Bewertung und der Einigung im Verkehrsausschuss ist klar, dass der Bundestag im Dezember mit dem Beschluss über das "Ausbaugesetz Schiene" die Priorisierung der Gäubahn in der höchsten Kategorie beschließt - und die Mittel für den Ausbau einplant.

Mit den Maßnahmen sollen Nadelöhre geschlossen werden, die die Verbindung verlangsamen. Das soll vor allem durch den zweigleisigen Ausbau bislang eingleisiger Streckenabschnitte geschehen. "Jetzt muss der Ausbau schnell angegangen werden", erklären Andreas Jung und Steffen Bilger. So könne eine erhebli-che Beschleunigung erreicht werden. Das zeigt auch ein Gutach-ten, das das baden-württembergische Verkehrsministerium im September vorgelegt hatte. Daraus geht hervor, dass durch den Ausbau der Infrastruktur und den Einsatz von Neigetechnikzü-gen eine Verkürzung der Fahrzeit von rund 20 Minuten erreicht werden kann. "Wir haben geliefert, jetzt müssen Bund, Bahn und Land gemeinsam weitere Weichen für eine attraktive Gäubahn stellen", fordern Andreas Jung und Steffen Bilger weiter. Damit verweisen sie auf die Verantwortung der Bahn für das Wagen-material: "Wir brauchen hochmoderne Schnellzüge, keine Muse-umsbahnen", so die beiden Abgeordneten.

Die Neigetechnikzüge, die seit 1999 eingesetzt wurden, waren im Jahr 2008 aus dem Verkehr gezogen worden - ohne dass sie durch vergleichbar leistungsfähiges Wagenmaterial ersetzt wor-den wären. "Dabei darf es nicht bleiben, jetzt ist die Bahn am Zug!", betonen Andreas Jung und Steffen Bilger. Zudem verwei-sen sie auf die Verantwortung des Landes für den Fahrplan. Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2015 wurde die letzte Ver-bindung von Stuttgart nach Singen abgeschafft. Der letzte Zug fährt nun bereits um 21.17 Uhr in Stuttgart ab. "Zu früh", meinen Andreas Jung und Steffen Bilger. Abendtermine in Stuttgart könnten damit von Hegau und Bodensee aus mit der Bahn quasi nicht mehr wahrgenommen werden. Darunter leide die Attrakti-vität der Verbindung. "Diesen Spätzug brauchen wir wieder", fordern die Angeordneten deshalb. Die Priorität, die auch das Land der Strecke beimesse, müsse im Leistungsangebot erkenn-bar sein - vom frühen Morgen bis zum späteren Abend.

"Schneller Ausbau, moderne Züge, bessere Verbindungen", das müsse der Dreiklang sein, betonen die Abgeordneten abschlie-ßend. "So bringen wir die Gäubahn gemeinsam voran!"

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 26. Oktober 2016