CDU-Landesgruppe Baden Württemberg im Deutschen Bundestag

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Startseite Pressemitteilungen Peter Weiß: Pflegeberufe brauchen mehr gesellschaftliche Anerkennung

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Pflegeberufe brauchen mehr gesellschaftliche Anerkennung

Gute Arbeitsbedingungen sind Voraussetzung für qualitativ hochwertige Pflege

 

Am 12. Mai wird weltweit der „Internationale Tag der Pflegenden" begangen. Er erinnert an den Geburtstag von Florence Nightingale, der Pionierin der Krankenpflege im 19. Jahrhundert. Hierzu erklärt der Vorsitzende der Arbeitnehmergruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Peter Weiß:

 

"Immer mehr Menschen sind im Alter auf die Pflege durch ambulante Kräfte oder in einer stationären Einrichtung angewiesen. Die letzte Zeit unseres Lebens erleben wir zunehmend in Pflegebedürftigkeit. Professionelle Kräfte in der Altenpflege begleiten uns auf diesem Weg und leisten damit einen wichtigen und anspruchsvollen Dienst, den sie in der Regel mit viel Herz und großem Engagement erbringen. Leider erfahren sie aber in der Gesellschaft immer noch zu wenig positive Aufmerksamkeit und Wertschätzung. Am heutigen Tag wollen wir daher unsere Augen auf diese Menschen richten und ihnen für ihre Arbeit danken.

 

Pflege ist nicht nur ein wichtiges Thema der Gegenwart, sie ist insbesondere auch ein zentrales Zukunftsthema für uns in Deutschland. Wir alle wollen auch unter
erschwerten demografischen Voraussetzungen die Sicherheit haben, im Ernstfall fachlich qualifiziert und auch mit persönlicher Zuwendung gepflegt zu werden.
Diese qualitativ hochwertige Pflege ist aber auf Dauer nur zu leisten, wenn auch die Arbeitsbedingungen für die Pflegenden stimmen.

 

Deshalb unterstützen wir die geplanten Maßnahmen des Bundesgesundheitsministeriums zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Arbeit in der Pflege. Die geplante Senkung des Betreuungsschlüssels und weniger Bürokratie bei der Pflegedokumentation sind zum Beispiel richtige und wichtige Schritte, weil sie die Pflegekräfte entlasten und diesen mehr Zeit für die eigentliche Pflege bleibt.

 

Um zukünftig den Fachkräftebedarf in der Pflege zu decken, benötigen wir neben mehr gesellschaftlicher Anerkennung und besseren Arbeitsbedingungen auch eine
bessere Vergütung der Pflegeberufe. Der Wert und die Wertschätzung der Arbeit drücken sich auch in der Höhe des Lohnes aus. Die Ergebnisse der derzeit
laufenden Verhandlungen der Pflege-Mindestlohnkommission für eine Weiterentwicklung des Ende 2014 auslaufenden derzeitigen Mindestlohns für Pflegehilfskräfte werden hieran ebenso zu messen sein wie der Abschluss von guten Tarifverträgen für alle Beschäftigten in den Pflegeberufen. Ein weiterer Baustein sollte die längst fällige Abschaffung des Schulgeldes für Auszubildende in der Pflege sein, das derzeit noch in einigen Bundesländern erhoben wird."